Zahlen und Fakten
Diabetes mellitus – kurz: Diabetes – ist vor allem in den westlichen Industrieländern auf dem Vormarsch. Weltweit leiden über 100 Millionen Menschen an Diabetes, in Deutschland sind zurzeit mehr als sechs Millionen Menschen betroffen – Tendenz steigend! Die Zahl der Diabetiker hat sich in den letzten 40 Jahren mehr als verdreifacht. Diabetes ist damit in Deutschland eine der häufigsten Krankheiten überhaupt. Mit dem Alter steigt die Zahl der Diabetiker an, bei den über 60-Jährigen leidet bereits jeder Zehnte an krankhaft erhöhtem Blutzucker.
Das Krankheitsbild
Diabetes, im Volksmund auch Zuckerkrankheit genannt, ist eine chronische Störung des Stoffwechselsystems. Die Betroffenen haben zu viel Zucker im Blut. Ursache dafür ist ein Mangel an dem Hormon Insulin, welches dafür sorgt, dass Glukose aus dem Blut in die Zellen gelangt und dort zur Energiegewinnung genutzt werden kann. Diabetiker haben also zwei Probleme: Ihre Zellen erhalten zu wenig Energie und der im Blut erhöhte Blutzucker richtet auf Dauer große Schäden an Gefäßen und Nerven an.
Die auffälligsten Symptome des Diabetes mellitus sind ausgeprägte Müdigkeit, starker Durst, Juckreiz und vermehrtes Wasserlassen.
Ursachen

Mediziner unterscheiden zwischen zwei Hauptformen der Zuckerkrankheit. Typ-1-Diabetes entsteht in der Regel bereits während der Kindheit oder im Jugendalter. Hierbei zerstören körpereigene Antikörper die Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse.
Typ-2-Diabetes wird meistens erst nach dem 40. Lebensjahr diagnostiziert. Die Bauchspeicheldrüse produziert zwar noch Insulin. Es kann jedoch nicht ausreichend wirken, da durch langjährigen Bewegungsmangel und falsche Ernährung der Körper nicht mehr richtig auf Insulin reagiert. Die nicht verwertbare Glukose führt zu einem hohen Blutzuckerspiegel und schädigt langfristig die Organe, Blutgefäße und Nerven. Letztlich kommt es durch eine Überbeanspruchung der Insulin produzierenden Zellen später auch hier zum Ausfall der Insulinbildung.
Folgen
Diabetes kann mit schweren Erkrankungen einhergehen, die als Folge einer schlechten Blutzuckereinstellung zu sehen sind. Zu den häufigsten Beschwerden zählen Erkrankungen an Augen und Nieren sowie ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Aus diesem Grund sollte jeder Diabetiker seine Blutzuckerwerte, vor allem aber seinen Langzeitblutzuckerwert (HbA1c), kennen. Dieser sollte immer unter sieben Prozent liegen, um das Risiko der diabetischen Folgeerkrankungen zu vermeiden.











